Die wesentlichsten Unterschiede

Die wesentlichsten Unterschiede
Wir haben schon gehört, dass für Personen, die am 1. Jänner 2005 das 50. Lebensjahr bereits vollendet haben, die Bestimmungen des ASVG sowohl für die Anspruchsvoraussetzungen wie auch für die Berechnung der Pension weiter gelten.

Anspruchsvoraussetzungen ASVG

In die Alterspension können Männer mit 65 und Frauen derzeit noch mit 60 gehen.
Dazu brauchen Sie:
  • Entweder 180 Beitragsmonate im ganzen Leben (Beitragsmonate sind Arbeitszeiten, freiwillige Pensionsversicherung, Nachkauf von Schul- und Studienzeiten, die ersten 24 Monate Kinderbetreuungsgeld) oder
  • 300 Versicherungsmonate im ganzen Leben (hier zählen alle Versicherungszeiten, also zum Beispiel auch Arbeitslosengeld / Notstandshilfebezug) oder
  • In den letzten 360 Kalendermonaten 180 Versicherungsmonate (auch hier zählen alle Versicherungszeiten).

Versicherungszeiten werden in zwei Gruppen unterschieden:

Beitragszeiten und Ersatzzeiten. Beitragszeiten: Darunter versteht man jene Versicherungszeiten, für die der Versicherte Pensionsversicherungsbeiträge leistet. Beispiele:
Beitragszeiten auf Grund einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, einer freiwilligen Weiterversicherung oder einer Selbstversicherung in der Pensionsversicherung.
Auch eingekaufte Schul- und Studienzeiten sind Beitragszeiten in der Pensionsversicherung, wenn das gesetzliche Ausmaß der Pensionshöhe zu ermitteln ist. Ersatzzeiten: Ersatzzeiten sind Zeiten, für die der Pensionsversicherte selbst keine Pensions-Versicherungsbeiträge zu entrichten hat. Zu den wichtigsten Ersatzzeiten zählen Zeiten der Kindererziehung bis zur Vollendung des vierten Lebensjahres des Kindes (bei Mehrlingsgeburten bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres), Zeiten des Präsenz- und Zivildienstes und Zeiten des Wochengeldbezuges. Ebenso als Ersatzzeiten gelten: Zeiten des Krankengeldbezuges sowie Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe nach dem 31. Dezember 1970.

Anspruchsvoraussetzungen APG

Die Anspruchsvoraussetzungen im APG sind zwar ebenfalls 180 Monate Versicherungszeit ab dem 1.1.2005 (oder davor liegende Kinder-Erziehungszeiten), von denen aber nur mehr mindestens 84 Arbeitsmonate sein müssen. Auch Zeiten, für die ein Überweisungs- oder Anrechnungsbetrag geleistet wurde (z.B. Beamte, Funktionsträger) und Zeiten einer Anhaltung, für die rechtskräftig eine Entschädigung zuerkannt wurde, gelten als Zeiten der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit. Auch gelten für die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen (Mindestversicherungszeit) bei der Alterspension lt. APG als Versicherungszeiten auf Grund einer Erwerbstätigkeit Zeiten der Selbst-Versicherung für die Pflege eines behinderten Kindes die vor und nach dem 1. Jänner 2005 liegen, sowie die Weiterversicherung für die Pflege eines nahen Angehörigen ab Pflegestufe 3 und die Zeiten der Familienhospizkarenz. Das bringt speziell für Frauen Erleichterungen, wenn es um einen Alterspensionsanspruch geht.

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